Europatag 2022 - ein ganz besonderer Feiertag, denn der Zusammenhalt in der EU ist wichtiger als je zuvor!

„Trotz des Bocholter Stadtfest zum 800 Jahr Jubiläum ist uns an diesem 9. Mai gar nicht nach Feiern zu Mute. Dennoch sollte der Europatag heute bedeutsamer denn je sein, denn er steht für das europäische Friedensprojekt, das uns seit mehr als 70 Jahren ein Leben in Freiheit und Sicherheit garantierte“, sagt Peter W. Wahl, Vorsitzender der Europa-Union NRW und Bocholt.

Bild (C) P. Wahl; Europabrunnen auf dem Marktplatz, Bocholt

„Gerade in diesen Momenten verteidigen die Menschen in der Ukraine die Werte, auf denen auch die Europäische Union gründet: Freiheit, Demokratie, die Wahrung des Rechts und der Menschenrechte. Ihnen gelten heute unsere Gedanken und unsere besondere Solidarität.“

Putins völkerrechtswidriger Vernichtungskrieg in der Ukraine habe gezeigt, wie zerbrechlich der Frieden in Europa sei und wie wenig selbstverständlich. „Er zeigt einmal mehr, wie zerstörerisch Nationalismus, Großmachtstreben und Staatspropaganda sind. Wie groß muss die Angst von Diktatoren vor der Demokratie und einer informierten Bevölkerung sein“, so Wahl.

„Es ist herzzerbrechend, dass 77 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs erneut ein ganzes Land mitten in Europa traumatisiert, Zivilisten getötet und vertrieben und ihre Städte zerstört werden. Es ist erschreckend, dass der russische Präsident seine Soldaten in einen unrechtmäßigen Krieg schickt, Kriegsgräuel verüben lässt und ihren tausendfachen Tod ungerührt in Kauf nimmt.“, sagt Peter W. Wahl.

„Dieser 9. Mai führt uns vor Augen, wie wertvoll unser freiheitliches und demokratisches Europa ist und wie essenziell die Einhaltung des internationalen Rechts. Wir gedenken allen Menschen, die in der Ukraine getötet, bedroht und vertrieben wurden. Wir würdigen den Mut der Ukrainer, die ihr Land, ihre Werte und ihre Kultur verteidigen“.

Er sei dankbar für die vielen Freiwilligen, die Geflüchtete hier vor Ort unterstützen und willkommen hießen, und für die Menschen die mit Geld und Sachspenden die Not der Zivilbevölkerung in der Ukraine zu lindern versuchten.

 

Von der deutschen Politik erwartet der Europa-Union Vorsitzende, dass sie sich zügig für Reformen einsetzt, die die Europäische Union stärken. Das Einstimmigkeitsprinzip im EU-Ministerrat müsse abgeschafft werden, um nationale Vetos zu verhindern und europäische Handlungsfähigkeit in allen Politikbereichen zu garantieren. „Eine handlungsfähige Europäische Union ist besonders in Krisenzeiten von allerhöchster Bedeutung. Nur gemeinsam können wir unsere Werte verteidigen und der Ukraine beistehen“, unterstreicht Peter W. Wahl.